Short answer
The answer, before the reasoning
TNFD für Immobilien und Infrastruktur sollte auf einem Anlagen- und Projektregister aufbauen, das Standort, Lebenszyklusphase, Eigentum und betriebliche Kontrolle bewahrt. Die Bewertung sollte Landnutzungsänderungen, Wasser, Ökosystemleistungen, Baumaterialien, Verschmutzung, urbane Hitze und Hochwasserresilienz, Aktivitäten von Mietern oder Betreibern sowie die Entwicklungspipeline abdecken.
Für bestehende Anlagen, Projekte und Netze sind unterschiedliche Methoden erforderlich, während wesentliche vorgelagerte Auswirkungen von Zement, Stahl, Holz, Gesteinskörnungen und anderen Inputs einen kontrollierten Ansatz für die Wertschöpfungskette erfordern.
Lehrmaterial für Praktiker. Beispielhafte Szenarien und Formulierungen müssen an die Fakten der Organisation, den Wesentlichkeitsansatz, den Sektor, die Standorte und den Berichterstattungskontext angepasst werden.
Kurze Orientierung
Kurze Orientierung
- Gilt für
- Bestehende Immobilienportfolios, Entwicklungspipelines, Bau- und Infrastrukturprojekte, Netze und betriebene Anlagen.
- Primäre Entscheidung
- Welche Anlagen, Projekte, Materialien und von Mietern kontrollierten Aktivitäten schaffen über den Lebenszyklus wesentliche Abhängigkeiten von der Natur, Auswirkungen, Risiken und Chancen?
- Zentrales Datenmodell
- Anlage oder Projekt – Koordinaten oder Korridor – Lebenszyklusphase – Eigentum und Kontrolle – Kontext von Land, Wasser und Stadt – Materialien – Mieter oder Betreiber – Kennzahlen und Datenzuverlässigkeit.
- Häufige Verwechslung
- Eine Bewertung für umweltfreundliches Bauen oder eine Bewertung der Klimaresilienz kann TNFD unterstützen, deckt jedoch nicht automatisch Landnutzungsänderungen, Biodiversität, Materialien, Wasser, Mieter oder prioritäre Standorte ab.
Technical status
Aktueller technischer Status
TNFD verfügt über endgültige Leitlinien der Version 1.0 für Engineering, Construction and Real Estate und für Construction Materials. Die Veröffentlichungsseite zu Engineering, Construction and Real Estate wurde zuletzt im Januar 2026 aktualisiert, während die Seite zu Construction Materials zuletzt im Januar 2025 aktualisiert wurde. Beide ergänzen LEAP und bieten sektorspezifische Leitlinien zur Bewertung und zu Kennzahlen. Die Kernkennzahlen unterliegen im Rahmen des TNFD-Ansatzes weiterhin Erläuterungen zu Relevanz, Wesentlichkeit, Methodik, Datenzugang und geschäftlicher Sensibilität.
Warum der Lebenszyklus von Vermögenswerten die TNFD-Antwort verändert
Immobilien- und Infrastrukturorganisationen verwalten mehrere unterschiedliche Bestandsgruppen: bestehende Vermögenswerte, Entwicklungs- und Akquisitionspipelines, Bauprojekte, Infrastrukturnetze, geleaste Vermögenswerte und vorgelagerte Materialien. Ein ausgereiftes Betriebsgebäude und ein unerschlossenes Grundstück können nicht anhand derselben Nachweise oder mit denselben Reaktionshebeln bewertet werden. TNFD-Arbeiten sollten die Lebenszyklusphase und die Entscheidungsbefugnisse beibehalten, damit Optionen zur Vermeidung, Gestaltung, zum Betrieb, zur Nachrüstung und zur Wiederherstellung sichtbar sind.
Der Standort ist ebenso wichtig. Städtische und stadtrandnahe Vermögenswerte können von Entwässerung, Hochwasserregulierung, Kühlung, Wasserversorgung, Bodenstabilität, Vegetation und dem Zugang zu Grün- oder Wasserflächen abhängen. Sie können außerdem zu Landnutzungsänderungen, Habitatfragmentierung, Wasserverbrauch, Verschmutzung, Licht, Lärm und Ausbreitungswegen invasiver Arten beitragen. Infrastrukturkorridore und -netze können kumulative und Vernetzungseffekte erzeugen, die ein einzelner Standort nicht abbilden kann.
Abbildung 1. Datenmodell zum Lebenszyklus von Vermögenswerten für Immobilien und Infrastruktur. Bestehende Portfolios, Entwicklungspipelines und Netze verwenden gemeinsame Standort- und Leistungsfelder, erfordern jedoch unterschiedliche Entscheidungen.
In der Praxis
Ein Register für Vermögenswerte, Projekte und Netze erstellen
| Feld | Bestehender Vermögenswert | Entwicklung oder Bau — Infrastruktur oder Netz |
|---|---|---|
| Standortgeometrie | Koordinaten und Grundstücksgrenze. | Alternative Standorte, Projektgrenze und Baufläche. — Korridor, Knoten, Dienstbarkeiten und verbundene Anlagen. |
| Kontrolle und Beziehung | Eigentum, Leasing, Verwaltung; Verantwortlichkeiten von Vermieter und Mieter. | Projektentwickler, Grundstückseigentümer, Auftragnehmer, Joint Venture und Planungsbehörde. — Eigentümer, Betreiber, Konzession, Auftragnehmer und Nutzer von Dienstleistungen. |
| Lebenszyklus und Entscheidungstor | Betreiben, nachrüsten, refinanzieren, veräußern. | Erwerben, entwerfen, genehmigen, bauen, in Betrieb nehmen. — Planen, erweitern, instand halten, erneuern, stilllegen. |
| Naturkontext | Biom, Wassereinzugsgebiet, sensible Standorte, städtische Grün- und Wassersysteme. | Ausgangslage, Landnutzungsänderung, Habitate, Wasser, betroffene Interessenträger. — Landschaftsvernetzung, Einzugsgebiet, kumulative Effekte und Resilienz. |
| Nachweise zur Leistung | Wasser, Abfälle, Flächen, Mieterdaten, Vorfälle und Zustand. | Entwurfskennzahlen, Materialien, Genehmigungen, Minderungsmaßnahmen, Auswirkungen der Bauphase. — Versorgungszuverlässigkeit, Flächenbedarf, Instandhaltung, Vorfälle und ökologische Überwachung. |
Landnutzungsänderung und Standortwahl
Die Standortwahl und die frühe Entwurfsphase bieten häufig den größten Hebel zur Vermeidung von Auswirkungen. Die Prüfung sollte nicht auf Überschneidungen mit Schutzgebieten beschränkt sein. Sie sollte die Integrität von Ökosystemen, einen schnellen Rückgang, die Bedeutung für die biologische Vielfalt, Wasserstress, die Vernetzung, die landwirtschaftliche oder gemeinschaftliche Nutzung, den Zustand von Brachflächen sowie die Wahrscheinlichkeit erheblicher Abhängigkeiten oder Auswirkungen berücksichtigen. Bei der Bewertung sollten die frühere Landnutzung, das Basisdatum, die vorgeschlagene Änderung, die vorübergehende Flächeninanspruchnahme während der Bauphase und die dauerhafte Flächeninanspruchnahme während des Betriebs unterschieden werden.
In der Praxis
| Entscheidung | Naturbezogene Nachweise | Geschäftliche und finanzielle Verbindung |
|---|---|---|
| Erwerben oder entwickeln | Ausgangszustand des Lebensraums, Geschichte der Landnutzung, Wasser, sensible Standorte, gemeinschaftliche Nutzung und Alternativen. | Kaufpreis, Planungsrisiko, Entwurfskosten, Zeitplan, Finanzierungsbedingungen und Restwert. |
| Flächenbedarf des Entwurfs | Vermeidungsoptionen, Dichte, Korridore, grüne und blaue Infrastruktur, Entwässerung und Materialauswahl. | Investitionsausgaben, Geschossfläche, Bauprogramm, Resilienz und Betriebskosten. |
| Minderungsmaßnahmen und Wiederherstellung | Hierarchie der Minderungsmaßnahmen, ökologische Ziele, Fläche, Zustand, Dauer und Überwachung. | Verpflichtungen, Bürgschaften, Rückstellungen, Instandhaltung, Reputation und Glaubwürdigkeit von Angaben. |
| Veräußern oder refinanzieren | Offene Verbindlichkeiten, Leistung, Mieterdaten, Klima- und Naturresilienz sowie Investitionsbedarf. | Bewertung, Due Diligence, Anforderungen von Käufern oder Kreditgebern und Zugang zu Kapital. |
Wasser, städtische Hitze und Resilienz
Naturbezogene Resilienz sollte in die Klimaarbeit integriert, aber nicht darauf reduziert werden. Undurchlässige Oberflächen, der Verlust von Vegetation und veränderte Entwässerung können Hitze- und Überschwemmungsrisiken verstärken. Feuchtgebiete, Bäume, Böden, Wasserläufe und andere grüne oder blaue Infrastrukturen können Leistungen zur Kühlung, Wasserrückhaltung, Luftqualität, Aufenthaltsqualität und zum Wohlbefinden erbringen. Das Unternehmen sollte die Leistungsfähigkeit, Instandhaltung, den Wasserbedarf und die Zielkonflikte vorgeschlagener naturbasierter Maßnahmen prüfen, anstatt anzunehmen, dass jedes grüne Element vorteilhaft ist.
In der Praxis
| Thema | Nachweise auf Anlageebene | Portfolioentscheidung |
|---|---|---|
| Wasserverfügbarkeit und -qualität | Verbrauch, Quelle, Wasserstress im Einzugsgebiet, Beschränkungen, Nutzung durch Mieter und Behandlungsbedarf. | Nachrüstung, Vermietung, Akquisitionsprüfung, Investitionsausgaben und Betriebsannahmen. |
| Regenwasser- und Hochwasserregulierung | Entwässerung, Boden, Oberflächenbedeckung, Einzugsgebiet, Auslegungsstandard und Ausfallhistorie. | Resilienz-Investitionsausgaben, Versicherung, Geschäftskontinuität und Entwurfsplanung. |
| Städtische Hitze und Kühlung | Baumbestand, Beschattung, Materialien, Hitzekarten, Kühlbedarf und gefährdete Nutzergruppen. | Planung, Nachrüstung, Komfort der Mieter, Energiebedarf und Wert der Anlage. |
| Grüne und blaue Räume | Fläche, Zustand, Vernetzung, Zugang, Management und Eignung für Arten. | Aufenthaltsqualität, Planung, Gesundheit, Instandhaltung, Biodiversität und Reputation. |
Baumaterialien: Herkunft und eingebettete naturbezogene Wirkungspfade
Zement, Gesteinskörnungen, Stahl, Aluminium, Holz, Glas, Asphalt, Dämmstoffe und Ausbaumaterialien können wesentliche vorgelagerte Wirkungspfade in Bezug auf Land, Wasser, Verschmutzung, Rohstoffgewinnung und Biodiversität aufweisen. Klimadaten allein erfassen diese Aspekte nicht. Ein angemessenes Materialregister kann Menge oder Kosten, Lieferanten, Produkt, Herkunft, soweit verfügbar, recycelte oder wiederverwendete Inhalte, Umweltproduktdeklarationen, Zertifizierung, Kennzeichnungen für naturrelevante Rohstoffe und die Nachweissicherheit kombinieren.
In der Praxis
| Wesentlichkeitsfrage | Aussagekräftige Nachweise | Steuerung oder Reaktion |
|---|---|---|
| Was wird genutzt und in welcher Menge? | Leistungsverzeichnis, Beschaffungsdaten, Entwurfsmodell und Abfalldokumentation. | Materialeffizienz, Wiederverwendung, Designoptimierung und Spezifikation. |
| Wo und wie wurde es hergestellt? | Lieferant, Anlage oder Steinbruch, Rohstoffherkunft, Produktkette, EPD und Audit. | Bevorzugte Beschaffung, Rückverfolgbarkeit, Einbindung von Lieferanten und Alternativen. |
| Welche Auswirkungstreiber sind relevant? | Fußabdruck der Rohstoffgewinnung, Wasser, Verschmutzung, Abfall, Lebensräume und Informationen zu Gemeinschaften. | Vermeidung, Recyclinganteil, Prozess mit geringeren Auswirkungen, Kreislauffähigkeit und Abhilfemaßnahmen. |
| Was geschieht am Ende der Nutzungsdauer? | Materialpass, demontagegerechtes Design, Markt für Wiederverwendung und Entsorgungsweg. | Erhalt, Wiederverwendung, Recycling, Rücknahme und Kontrollen beim Abriss. |
Mieter, Betreiber und Datenrechte
Von Mietern kontrollierte Aktivitäten können Wasser, Abfall, Verschmutzung, das Management von Grünflächen sowie die Auswirkungen von Produkten oder Dienstleistungen erheblich beeinflussen. Die Organisation sollte bestimmen, ob die Aktivität in der Berichtsgrenze liegt, wie sie durch Mietverträge oder das Management verbunden ist, welchen Einfluss sie hat und welche Daten für Entscheidungen nützlich sind. Ein automatischer Ausschluss, weil die Daten bei einem Mieter liegen, kann eine wesentliche Exposition verdecken; eine automatische Einbeziehung ohne Analyse der Kontrolle kann die Verantwortung überbewerten.
Zu den praktischen Steuerungsmaßnahmen gehören Klauseln in Mietverträgen, der Zugang zu Gebäudeleitsystemen, Unterzähler, Fragebögen für Mieter, Ausbau- und Einrichtungsstandards, die Meldung von Vorfällen, Green Leases, gemeinsame Ziele und Vertraulichkeitsprotokolle. Die Offenlegung sollte den Nenner der Abdeckung, Schätzungen, wesentliche Kategorien von Mietern und den Plan zur Verbesserung der Daten erläutern. Sie sollte vermeiden, wirtschaftlich sensible Mieter oder sicherheitskritische Infrastruktur zu identifizieren.
In der Praxis
Standort- und Leistungskennzahlen
| Metrikfamilie | Beispielhafte Metrikgestaltung | Wichtiger Vorbehalt |
|---|---|---|
| Räumlicher Fußabdruck | Eigene, gepachtete oder verwaltete Flächen; beeinträchtigte, entwickelte, renaturierte oder wiederhergestellte Flächen. | Geometrie, Doppelzählungen, vorübergehende Arbeiten und Portfoliobezugsgröße definieren. |
| Veränderung von Flächen oder Ökosystemen | Umwandlung, Erhaltung oder Wiederherstellung nach Ökosystemtyp und Projektphase. | Die Fläche allein belegt weder den Zustand noch das Ergebnis. |
| Prioritäre Standorte | Anzahl, Fläche, Wert oder Anteil der Vermögenswerte und Projekte an prioritären oder sensiblen Standorten. | Auswahlkriterien, Granularität und Vertraulichkeit erläutern. |
| Wasser und urbane Resilienz | Verbrauch nach Einzugsgebiet, Rückhaltung von Regenwasser, Indikatoren für Baumkronen oder Grünflächen, Hochwasser- oder Hitzeexposition. | Methoden und lokaler Kontext unterscheiden sich; universelle Schwellenwerte ohne Grundlage vermeiden. |
| Materialien und Kreislauffähigkeit | Materialmenge, Anteil von Primär- oder Recyclingmaterial, Wiederverwendung, Abdeckung durch EPD oder Rückverfolgbarkeit. | Eine Produktdeklaration ist kein Beleg für geringe Auswirkungen auf die Natur an jedem Ursprungsort. |
| Abdeckung der Mieter | Prozentsatz der Mietfläche, der Mieteinnahmen oder der Vermögenswerte mit festgelegten Naturdaten und Kontrollen. | Schätzungen, Nichtbeantwortung und Einschränkungen der Kontrollen angeben. |
Ein praktischer Implementierungsablauf
1. Portfolio und Projektpipeline segmentieren. Bestehende Vermögenswerte, Entwicklungsprojekte, Bauvorhaben, Netze, Joint Ventures sowie relevante Fonds oder Mandate voneinander trennen.
2. Standort und Kontrolle erfassen. Geometrie, Eigentum, Management, Verantwortlichkeiten von Mietern oder Betreibern, Lebenszyklus und Entscheidungstore dokumentieren.
3. Schnittstellen zur Natur prüfen. Land, Wasser, Biodiversität, Natur in Städten, Verschmutzung, Materialien und Wertschöpfungskettenthemen mit angemessener Granularität bewerten.
4. Prioritäre Vermögenswerte und Projekte auswählen. Abhängigkeitspotenzial und Auswirkungen, sensible Standorte, finanzielle Exponierung, Entscheidungen zur Projektpipeline, Beschwerden und Datenverlässlichkeit zusammenführen.
5. Abhängigkeiten und Auswirkungen bewerten. Ausgangsdaten, Genehmigungen, Planungsdaten, Betrieb, Mieterinformationen, Materialherkunft und Nachweise von Stakeholdern verwenden.
6. Pfade für Risiken und Chancen entwickeln. Natur mit Planung, Bau, Belegung, Zuverlässigkeit der Dienstleistungen, Bewertung, Capex, Opex, Versicherung und Finanzierung verknüpfen.
7. Lebenszyklusbezogene Maßnahmen anwenden. In der Projektpipeline Vermeidung und Berücksichtigung im Design priorisieren, bei bestehenden Vermögenswerten betriebliche Verbesserungen und am Ende der Lebensdauer Wiederherstellung oder Kreislauffähigkeit.
8. Kennzahlen und Ziele festlegen. Nenner für Vermögenswerte und Portfolio, Ausgangsdaten, Methoden, Standortkontext und Verlässlichkeit definieren.
9. Investitionen und Finanzierung integrieren. Verknüpfungen zu Akquisition, Entwicklungstoren, Budgets, Bewertungen, Wertminderungen, Rückstellungen, Versicherungen und Anforderungen von Kreditgebern herstellen.
10. Umfang und Lücken offenlegen. Portfolioabdeckung, Grenzen bei Mietern und Materialien, Aggregation, Vertraulichkeit und Verbesserungsplan erläutern.
Ausgearbeitetes Beispiel: gemischt genutztes Entwicklungsprojekt und bestehendes Portfolio
Veranschaulichendes Szenario. Eine Immobiliengruppe besitzt städtische Bürogebäude und plant ein gemischt genutztes Entwicklungsprojekt auf zuvor industriell genutztem Land. Die Prüfung identifiziert kontaminierten Boden, ein verbundenes Fließgewässer, Hochwasser- und Hitzeexposition, eine geringe Baumkronenbedeckung und ein potenzielles Habitat. Die Gruppe hat außerdem nur begrenzte Transparenz über die Herkunft von Holz und Zuschlagstoffen sowie nur teilweise vorliegende Wasserdaten von Mietern.
Das Unternehmen vergleicht Standort- und Planungsalternativen, schützt einen Uferstreifen, aktualisiert Entwässerung und Bodensanierung, legt Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Materialien fest, installiert Unterzähler und nimmt die Pflege von Grünflächen in die Betriebsbudgets auf. Die TNFD-Offenlegung unterscheidet die Projektpipeline vom bestehenden Portfolio, erläutert Standortkennzahlen und die Abdeckung von Mietern und vermeidet die Behauptung, dass das Projekt naturpositiv sei, bevor Nachweise zu den Ergebnissen verfügbar sind.
In der Praxis
Schwache gegenüber stärkerer Offenlegung
| Schwache Formulierung | Warum sie schwach ist | Stärkere Struktur |
|---|---|---|
| „Unsere Gebäude sind mit einem grünen Zertifikat ausgezeichnet.“ | Umfang der Zertifizierung und Naturthemen sind unklar. | Systeme und Abdeckung angeben und anschließend Land, Wasser, Biodiversität, Materialien, Mieter und Einschränkungen getrennt erläutern. |
| „Keine Vermögenswerte befinden sich in Schutzgebieten.“ | Prioritäre Standorte können außerhalb der Grenzen von Schutzgebieten liegen. | Kriterien für sensible und prioritäre Standorte, Granularität, Prüfung und Ergebnisse erläutern. |
| „Mieter sind für betriebliche Auswirkungen verantwortlich.“ | Mietverträge beseitigen weder finanzielle Exponierung noch Beziehungen oder Einflussmöglichkeiten. | Abgrenzung, wesentliche Tätigkeiten der Mieter, Datenabdeckung, Einfluss und Verbesserungsplan beschreiben. |
| „Wir haben die Biodiversität in Städten erhöht.“ | Keine Ausgangsbasis, Standortangabe, Methode, Zustands- oder Ergebnיסnachweise. | Beschreiben Sie die Maßnahme, das Gebiet und den Zustand, die Überwachung, Zielkonflikte, den Zeitraum und den Nachweisstatus. |
In der Praxis
Häufige Fehler und Korrekturen
| Fehler | Entstehendes Risiko | Korrektur |
|---|---|---|
| Verwendung der Anlagenadresse ohne Standortgeometrie | Analysen zu Land, Korridoren, Einzugsgebieten und Nähe können fehlerhaft sein. | Behalten Sie für die Anlage oder das Netz geeignete Koordinaten und Polygone bei. |
| Anwendung eines einzigen Portfoliodurchschnitts | Projekte mit hohen Auswirkungen und prioritäre Standorte werden verschleiert. | Bewerten Sie zunächst auf Anlagen- oder Projektebene, bevor Sie kontrolliert aggregieren. |
| Ausschließliche Fokussierung auf betriebliches Wasser und betriebliche Abfälle | Landnutzung, Materialien, Mieter und Entwicklungsentscheidungen werden übersehen. | Verwenden Sie das vollständige Lebenszyklus- und Wertschöpfungskettenmodell. |
| Behandlung von Grünflächen als automatisch vorteilhaft | Wasserbedarf, invasive Arten, Instandhaltung oder Zielkonflikte bei der Sicherheit können unberücksichtigt bleiben. | Definieren Sie die vorgesehenen Leistungen und überwachen Sie Zustand und Ergebnisse. |
| Zählen von EPDs als Naturleistung | EPDs unterscheiden sich und liefern möglicherweise keine standortspezifischen Nachweise zur Natur. | Verwenden Sie sie als eine Informationsquelle neben Daten zu Herkunft, Lieferanten und Wirkungstreibern. |
| Entsorgung und Abriss ignorieren | Materialabfälle, Kontamination und Haftungen für die Wiederherstellung bleiben außerhalb des Plans. | Beziehen Sie Nachrüstungen, Rückbau, Wiederverwendung und Wege am Ende der Lebensdauer ein. |
Rule
Mythos / Realität
Mythos: "TNFD ist hauptsächlich für ländliche oder rohstoffgewinnende Standorte bestimmt." Realität: Städtische Anlagen und Infrastruktur können von Wasser, Böden, Vegetation, ökologischer Vernetzung, Hitze- und Hochwasserregulierung, Materialien und dem Zugang für Gemeinschaften abhängig sein und diese beeinflussen. Die Bewertung ist standort- und lebenszyklusspezifisch.
Bereitschaft
Nachweis-Checkliste
- Bestehende Anlagen, Projekte, Netze und wesentliche Joint Ventures werden im Bewertungsuniversum getrennt erfasst.
- Koordinaten, Polygone oder Korridore sind für die Analyse von Einzugsgebieten, sensiblen Standorten und Landnutzung ausreichend.
- Verantwortlichkeiten für Eigentum, operative Kontrolle, Vermieter, Mieter, Betreiber und Auftragnehmer sind dokumentiert.
- Die Entwicklungspipeline umfasst Nachweise zu Alternativen, Ausgangslage, Landnutzungsänderung, Gestaltung und der Minderungshierarchie.
- Abhängigkeiten und Auswirkungen in Bezug auf Wasser, Entwässerung, Hochwasser, Hitze sowie grüne und blaue Infrastruktur werden im lokalen Kontext bewertet.
- Mengen, Lieferanten, Herkünfte, EPDs, Zertifizierungen und Nachweise zur Kreislauffähigkeit von Materialien werden zusammen mit Vertrauensbewertungen aufbewahrt.
- Die Abdeckung von Mieterdaten verwendet einen klaren Nenner und erläutert Schätzungen und Nichtbeantwortungen.
- Pfade von Risiken und Chancen sind mit Entscheidungen zu Planung, Investitionsausgaben, Bewertung, Versicherung, Betriebsausgaben, Umsatz und Finanzierung verknüpft.
- Standort- und Leistungskennzahlen legen Methoden, Zeitraum, Abgrenzung, Kontrollen zur Vermeidung von Doppelzählungen und Einschränkungen fest.
- Aussagen zu Naturergebnissen werden durch Ausgangswerte und Überwachung gestützt, nicht allein durch Zertifizierung oder Aktivitäten.
Selbstprüfung
- Kann das Team unterscheiden, was vom Eigentümer, Projektentwickler, Betreiber, Mieter und Auftragnehmer kontrolliert wird?
- Würde sich die Schlussfolgerung zur Priorisierung ändern, wenn das Projekt vor dem Grundstückserwerb statt nach dem Entwurf bewertet würde?
- Sind wesentliche und mieterbezogene Datenlücken in den Kennzahlen zur Portfolioabdeckung sichtbar?
- Unterstützt jede Standortkennzahl eine spezifische Entscheidung zu einem Risiko, einer Auswirkung, einer Chance oder einer Offenlegung?
In der Praxis
Zugehörige TNFD-Komponenten und Angaben
| Verbindung | Beziehung | Praktische Anwendung |
|---|---|---|
| LEAP Locate L1-L4 | Direkt | Kartiert Standorte von Vermögenswerten, Projekten und Netzwerken, Wertschöpfungsketten, Biome und sensible Standorte. |
| LEAP Evaluate E1-E4 | Direkt | Bewertet Ökosystemleistungen, Land, Wasser, Materialien, Auswirkungstreiber und den Zustand der Natur. |
| TNFD-Strategie B und D | Direkte Verbindung zur Offenlegung | Erläutert die Auswirkungen auf Geschäftsmodell, Finanzplanung und prioritäre Standorte. |
| TNFD Metrics and targets B-C | Direkter Bezug zu den Angaben | Unterstützt Kennzahlen zu räumlichem Fußabdruck, Land, Wasser, Materialien, Mietern und Zielen. |
| Leitfaden zu Baumaterialien | Unterstützend | Kennzahlen zu vorgelagerter Gewinnung, Produktion, Land, Wasser, Umweltverschmutzung und Materialien. |
| GRI 101 und ESRS-Umweltstandards | Interoperabilität | Mögliche Wiederverwendung von Daten vorbehaltlich gesonderter Wesentlichkeits-, Umfangs-, Versions- und Angabentests. |
Sources
Primary sources
- Empfehlungen der Taskforce für naturbezogene finanzielle Offenlegungen, Version 1.0, September 2023
- Leitfaden zur Identifizierung und Bewertung naturbezogener Themen: der LEAP-Ansatz, Version 1.1, Oktober 2023. Endgültig
- TNFD-Glossar der Schlüsselbegriffe, Version 6.0. Aktuelle Terminologiequelle. Herunterladbare Datei datiert auf January 2026; TNFD-Publikationsseite zuletzt aktualisiert July 2026
- Zusätzlicher Branchenleitfaden – Ingenieurwesen, Bauwesen und Immobilien, Version 1.0
- Zusätzlicher Branchenleitfaden – Baumaterialien, Version 1.0
- Leitfaden zu Wertschöpfungsketten, Version 1.0. Endgültig zusätzlich
- GRI 101: Biodiversität 2024. Gültig ab 1 January 2026; unterstützende Quelle für Standort- und Datenqualitätsangaben
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