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22 Oct 2025
Nachrichten

GRI und CDP: Fortschreitende Angleichung für verbesserte Klimaberichterstattung

GRI und CDP haben eine Zuordnung zwischen GRI 102 und GRI 103 sowie dem CDP-Klimafragenkatalog 2025 veröffentlicht. Ziel der Ressource ist es, eine kohärentere Klimaberichterstattung über beide Rahmenwerke hinweg zu erleichtern.


GRI+CDP

Im Oktober 2025 veröffentlichten die Global Reporting Initiative (GRI) und CDP eine neue Mapping-Ressource, die GRI-Angaben mit dem CDP-Klimafragenkatalog 2025 verknüpft. Dies baut auf ihrer fortlaufenden Zusammenarbeit auf, die durch ein Memorandum of Understanding im Jahr 2023 formalisiert wurde. Die Leitlinie soll Organisationen dabei unterstützen, klimabezogene Angaben zwischen den Rahmenwerken abzustimmen und die Qualität sowie Vergleichbarkeit der gemeldeten Daten zu verbessern.

Der Hintergrund der Angleichung

Das Umfeld der Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt sich weiterhin rasant, mit wachsendem Bedarf an Transparenz und Kohärenz über verschiedene Rahmenwerke hinweg. GRI stellt weltweit anerkannte Standards für die Berichterstattung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Auswirkungen bereit. CDP sammelt und veröffentlicht Umweltinformationen von Unternehmen, die von Investoren und anderen Stakeholdern genutzt werden. Im Zuge des Bedarfs an Kompatibilität verknüpft das Mapping die überarbeiteten Klimaund Energiestandards von GRI mit dem CDP Klimafragenkatalog 2025.

Wesentliche Erkenntnisse aus dem Mapping

Das Mapping konzentriert sich auf GRI 102: Klimawandel 2025 und GRI 103: Energie 2025. Es zeigt auf, wie bestimmte GRI-Angaben mit entsprechenden Indikatoren im CDP-Fragenkatalog 2025 verknüpft sind. Jeder zugeordnete Punkt enthält eine definierte Übereinstimmungsstufe, wie „Vollständig“, „Teilweise“ oder „Keine Übereinstimmung“, die widerspiegelt, inwieweit die GRI-Anforderung durch CDP-Fragen abgedeckt wird. Das unterstützt Organisationen dabei, Überschneidungen zu identifizieren, die Datenerhebung zu optimieren und unnötige Doppelarbeit in der Berichterstattung zu reduzieren.


GRI+CDP_1

Quelle: Mapping der GRI 102- und GRI 103-Standards zum vollständigen CDP-Unternehmensfragebogen 2025


GRI 102-1 (Absätze a und b), die von Organisationen verlangt, ihre Übergangspläne zu beschreiben, einschließlich politischer Maßnahmen und Aktivitäten zur Klimaschutzminderung, sowie darzulegen, wie diese Pläne mit dem neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstand zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C in Einklang stehen, entspricht CDP-Fragen wie 4.6.1 und 5.1.1. Diese CDP-Fragen beziehen sich auf die Struktur von Umweltübergangsplänen, die Nutzung von Szenarien und zugrunde liegende Annahmen. GRI 103-1 fokussiert energiebezogene Politiken und Verpflichtungen. Wenn Unternehmen ausreichend Details bereitstellen, können diese Angaben CDP-Fragen unterstützen, darunter 4.6.1, 4.10, 7.30.14, 7.54.1, 7.54.2 und 7.55.2. Im Gegensatz dazu stimmen Angaben unter GRI, die sich stärker auf wirtschaftliche oder soziale Aspekte beziehen, nicht immer direkt mit dem von CDP stärker auf Umwelt fokussierten Ansatz überein.

Praktische Auswirkungen für berichtspflichtige Organisationen

Für Organisationen, die ihre Nachhaltigkeitsangaben für 2025 vorbereiten, bietet dieses Mapping eine praxisnahe Orientierungshilfe. Es kann die administrative Belastung reduzieren, indem es klärt, wie gemeinsame Inhalte beide Rahmenwerke unterstützen. Die Ressource verbessert zudem die Konsistenz klimabezogener Angaben, was für Investoren, Regulierungsbehörden und andere Nutzer von ESG-Daten von hohem Wert ist.

Nutzer von GRI 102 und 103 werden ermutigt, das Mapping zu konsultieren, um zu bewerten, wie ihre Angaben mit den CDP-Anforderungen harmonisieren können. Dies ist besonders relevant, da verschiedene Rechtsräume klimabezogene Offenlegungspflichten verstärken. Das Mapping kann Organisationen außerdem unterstützen, integriertere Berichtsstrategien zu entwickeln.

Ein Schritt in Richtung Berichtsinteroperabilität

Während GRI und CDP unterschiedliche Berichtsziele verfolgen, spiegelt ihre Zusammenarbeit einen umfassenderen Trend zur Angleichung zwischen Nachhaltigkeitsrahmenwerken wider. GRI basiert auf der Einbeziehung von Stakeholdern und der multidimensionalen Wirkungsberichterstattung. CDP konzentriert sich auf Umweltinformationen, die auf den Kapitalmärkten verwendet werden. Durch diese Abbildung veranschaulichen sie, wie Organisationen überlappende Informationsbedürfnisse effektiver erfüllen können.

Da sich die ESG-Berichtslage weiterhin entwickelt, sind ähnliche Angleichungsinitiativen zu erwarten. Diese Kartierung von 2025 trägt zu diesem Bemühen bei, indem sie Unternehmen, die Klima- und Energiedaten offenlegen, praktische Klarheit bietet. Sie unterstützt das Ziel einer kohärenteren, transparenteren und effizienteren Nachhaltigkeitsberichterstattung.

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