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21 Jan 2025
Nachrichten

Trump kündigt erneut den Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen an

Präsident Trump hat erneut den Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt und betont dabei die Umkehr von Bidens Initiativen zu Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien. Diese Entscheidung könnte für Unternehmen mit Fokus auf nachhaltige Entwicklung Unsicherheiten schaffen und die globalen Bemühungen zur Erreichung der Klimaziele erschweren, angesichts der Rolle der USA als einer der größten Treibhausgasemittenten.


Präsident Donald Trump kündigte seine Pläne an, die Vereinigten Staaten aus dem Pariser Abkommen zurückzuziehen. Diese Entscheidung, von der Regierung als Mittel zur "Beendigung von Bidens Politik des Klimaextremismus" dargestellt, signalisiert einen bedeutenden Richtungswechsel der US-Klimapolitik unter der neuen Administration.

Dies ist das zweite Mal, dass Präsident Trump sich für den Austritt der USA aus dem wegweisenden internationalen Klimaabkommen entscheidet. Sein erster Versuch, das Abkommen zu verlassen, erfolgte während seiner ersten Amtszeit, doch die USA traten unter Präsident Biden schnell wieder bei, der bereits am ersten Amtstag eine Exekutivanordnung unterzeichnete, um die Verpflichtung zum Abkommen zu erneuern.

Trumps umfassendere Umkehr der Klimapolitik

Dieser Schritt ist Teil eines umfassenden Plans von Präsident Trump, viele der von seinem Vorgänger Präsident Biden eingeführten klimabezogenen Initiativen rückgängig zu machen. In seiner Antrittsrede betonte Trump seine Absicht, mehrere zentrale Aspekte von Bidens Klimaagenda abzubauen, einschließlich der Aufhebung der Vorgabe für Elektrofahrzeuge. Im Jahr 2021 hatte Biden ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, laut dem emissionsfreie Fahrzeuge, darunter Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge, bis 2030 50 % aller Neuwagenverkäufe in den USA ausmachen sollen.

In seiner Rede unterstrich Trump auch seine Absichten, den Green New Deal zu beenden, was wahrscheinlich in Bezug auf Bidens Inflation Reduction Act steht. Dieses Gesetz sah fast 270 Milliarden US-Dollar an Steueranreizen, Krediten, Zuschüssen und Subventionen für Initiativen zur Förderung erneuerbarer Energien und zur industriellen Dekarbonisierung vor. Zudem bekräftigte Trump sein Engagement zur Ausweitung des US-Energiesektors, insbesondere durch eine Erhöhung der Ölförderung und eine Reduzierung der Unterstützung für erneuerbare Energien, einschließlich der Stornierung von Pachtverträgen für große Windparks.

Auswirkungen auf Unternehmen und nachhaltige Entwicklung

Der Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen könnte erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen haben, insbesondere in den Bereichen Energie, Verkehr und Fertigung.

Die wichtigsten Konsequenzen sind wie folgt:

  • Unsicherheit für nachhaltig orientierte Unternehmen: Unternehmen, die sich der Reduzierung von CO2-Emissionen und dem Übergang zu erneuerbaren Energien verpflichtet haben, könnten durch den Richtungswechsel der Bundespolitik vom Klimaschutz zurückgeworfen werden. Es könnte zu einer Verlangsamung von Investitionen und regulatorischen Anreizen für grüne Technologien kommen;
  • Auswirkungen auf saubere Energie und Verkehr: Unternehmen in den Bereichen Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien könnten angesichts der Verringerung der Unterstützung für Vorgaben zu Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energieprojekten eingeschränkte Wachstumschancen vorfinden. Dies beinhaltet die Aufhebung von Pachtverträgen für Windparks und andere erneuerbare Energiequellen;
  • Unterstützung für traditionelle Energieindustrien: Andererseits können Unternehmen in den Sektoren Öl, Gas und Kohle von Deregulierungen und dem verstärkten Fokus auf den Ausbau der inländischen fossilen Brennstoffproduktion, einschließlich Ölbohrungen und -exploration, profitieren;
  • Herausforderungen für internationale Klimaverpflichtungen: Als einer der weltweit größten Treibhausgasemittenten könnte der Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen die globalen Bemühungen zur Erreichung der Klimaziele behindern und es anderen Ländern erschweren, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen;
  • Anpassungen der Unternehmensstrategie: Für Unternehmen mit langfristigen Nachhaltigkeitszielen kann die Umkehrung bundesstaatlicher Richtlinien eine Neubewertung ihrer Umweltstrategien erforderlich machen. Sie müssen möglicherweise stärker auf freiwillige unternehmerische Maßnahmen, Kooperationen und Innovationen setzen, um ihre Klimaziele zu erreichen;
  • Reputationsrisiko: Unternehmen, die auf globalen Märkten tätig sind, könnten einer verstärkten Prüfung durch Verbraucher, Investoren und andere Stakeholder ausgesetzt sein, die erwarten, dass sie weiterhin Fortschritte bei der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen machen. Die sich wandelnden US-Politiken könnten die Markenwahrnehmung beeinflussen, insbesondere in Märkten, in denen Umweltfragen eine hohe Priorität haben.

Abschließend stellt der Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen ein komplexes Szenario für Unternehmen und Regierungen dar. Unternehmen müssen ihre Strategien als Reaktion auf sich ändernde Bundespolitik anpassen, während die internationale Gemeinschaft Verzögerungen bei der Erreichung langfristiger Klimaziele erfahren könnte. Dies verdeutlicht die Spannung zwischen kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen und dem übergeordneten Gebot der nachhaltigen Entwicklung.

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