Neue CDP-ESRS Korrespondenzzuordnung vereinfacht globale Nachhaltigkeitsberichterstattung
EFRAG und CDP haben eine detaillierte Zuordnung zwischen dem CDP-Fragebogen 2024 und dem ESRS E1-Standard veröffentlicht. Dieses Tool unterstützt Berichtsprofessionals dabei, die Übereinstimmung der Offenlegungen in beiden Systemen zu verstehen, Prozesse zu optimieren und die Datenkonsistenz zu verbessern.

EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) und CDP, die globale Plattform für Umweltberichterstattung, haben kürzlich eine bedeutende Ressource veröffentlicht, die eine Korrespondenzzuordnung zwischen dem CDP-Fragebogen und dem Europäischen Nachhaltigkeitsberichtsstandard E1 (ESRS E1) herstellt. Diese Zuordnung zielt darauf ab, Klima- und Nachhaltigkeitsoffenlegungen zu vereinfachen und zu straffen, die Komplexität zu verringern und die Berichtseffizienz für Organisationen, die ESRS verwenden, zu erhöhen. Mit dieser neuen Ressource sind Organisationen, die unter ESRS E1 berichten, besser auf CDP-Offenlegungen vorbereitet, und diejenigen, die bereits CDP-Offenlegungen nutzen, finden es einfacher, die Berichtspflichten von ESRS E1 zu erfüllen.
Hintergrund und Zusammenarbeit zwischen EFRAG und CDP
Die Europäischen Nachhaltigkeitsberichtsstandards (ESRS) wurden entwickelt, um die Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu unterstützen und Organisationen detaillierte Leitlinien zur Berichterstattung über nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen bereitzustellen. Insbesondere behandelt ESRS E1 klimabezogene Strategien, Leistungen und Risiken und stellt klare, verlässliche und vergleichbare Klimaberichte sicher.
Angesichts der Komplexität, der Organisationen bei der Navigation durch verschiedene Nachhaltigkeitsberichtsstandards gegenüberstehen, haben EFRAG und CDP zusammengearbeitet, um eine Korrespondenzzuordnung zwischen dem CDP-Fragebogen und den ESRS E1-Datenpunkten zu entwickeln. Diese Zusammenarbeit, die erstmals im November 2024 angekündigt wurde, gipfelte in der Veröffentlichung des Zuordnungsdokuments am 18. März 2025 und stellt einen wichtigen Schritt zur Harmonisierung dieser einflussreichen Berichtsstandards dar.
Korrespondenzzuordnungsdokument und praktische Vorteile

Quelle: ESRS E1 – CDP Korrespondenzzuordnung
Die Zuordnung basiert auf CDP-Fragebogen 2024 und entspricht direkt den ESRS E1-Datenpunkten, die in der IG 3: Liste der ESRS-Datenpunkte aufgeführt sind, veröffentlicht von EFRAG am 31. Mai 2024. Laut dem Dokument zur ESRS E1 – CDP Korrespondenzzuordnung:
- 115 ESRS-Datenpunkte stimmen vollständig mit CDP-Fragen überein, was die Berichterstattung vereinfacht und redundante Offenlegungen reduziert.
- 85 Datenpunkte stimmen teilweise überein, begleitet von detaillierten Erläuterungen, die Unterschiede hervorheben und zusätzliche Offenlegungspflichten unter ESRS spezifizieren.
- 45 Datenpunkte haben keine direkte Entsprechung, und 23 Datenpunkte liegen außerhalb des Umfangs von CDP.
Das Dokument legt klar die wichtigsten Qualifikationen für teilweise angepasste Datenpunkte dar:
- Zusätzliche Offenlegungspflichten, die spezifisch für ESRS (47 Fälle) sind.
- Methodologische oder Umfangsunterschiede zwischen CDP und ESRS (37 Fälle).
- Semantikunterschied (1 Fall).
Diese detaillierte Struktur ermöglicht es Organisationen, überlappende und eindeutige Offenlegungspflichten präzise zu identifizieren, Nachhaltigkeitsberichtsprozesse effektiv zu steuern und den administrativen Aufwand erheblich zu reduzieren.
Optimierte Nachhaltigkeitsberichterstattung und Investitionsentscheidungen
Die CDP-ESRS Korrespondenzkartierung bietet praktischen Mehrwert, indem sie Überschneidungen und Unterschiede zwischen den Anforderungen von ESRS E1 und CDP klar aufzeigt. Diese Klarheit verringert die Doppelarbeit bei der Datenerfassung erheblich, vereinfacht interne Reportingprozesse und unterstützt Nachhaltigkeitsexperten dabei, ihre Bemühungen effektiv zu priorisieren. Indem sie explizit hervorhebt, wo zusätzliche ESRS-Offenlegungen über die CDP-Fragen hinaus erforderlich sind, ermöglicht die Kartierung Fachkräften eine effizientere Ressourcenallokation und verbessert die Gesamtqualität und Genauigkeit der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Darüber hinaus profitieren Investoren direkt von dieser Initiative, da die erhöhte Transparenz und Vergleichbarkeit der Offenlegungen fundiertere Entscheidungen ermöglicht. Durch die Bereitstellung konsistenter und transparenter Nachhaltigkeitsdaten unterstützt die Kartierung Investoren dabei, UmweltRisiken und -Chancen präziser zu bewerten, was letztlich eine effektivere Portfoliosteuerung und strategische Investitionsentscheidungen fördert.