Net-Zero Asset Owners Alliance: Eine neue Perspektive auf Scope-3-Emissionen
Die von den Vereinten Nationen unterstützte Net-Zero Asset Owners Alliance (NZAOA) hat ein Dokument vorgelegt, das die verpflichtende Offenlegung von Scope-3-Emissionen fordert. Darin werden wesentliche Schritte zur Verbesserung der Transparenz in der Klimaberichterstattung skizziert, zusammen mit Empfehlungen für Unternehmen, wie sie die Datenqualität verbessern und globale Dekarbonisierungsbemühungen unterstützen können.

Im Dezember 2024 präsentierte die von den Vereinten Nationen unterstützte Net-Zero Asset Owners Alliance (NZAOA) ein Forschungspapier, das die verpflichtende Offenlegung von Scope-3-Emissionen fordert. Das Dokument enthält Empfehlungen zur Verbesserung der Berichtspraxis, um Klimarisiken besser zu bewerten und die Dekarbonisierung von Investmentportfolios zu beschleunigen.
Das Dokument mit dem Titel „Understanding Scope 3 Emissions Disclosure“ bietet eine detaillierte Analyse der Fragestellungen rund um Scope-3-Emissionen und zeigt auf, wie verlässliche Daten eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung des Übergangs zu Netto-Null spielen können. Es betont zudem die Bedeutung konsistenter Ansätze zur Emissionsberichterstattung und schließt mit einem Aufruf zu regulatorischen Maßnahmen, um diese Praktiken über verschiedene Jurisdiktionen hinweg zu standardisieren.
Wesentliche Erkenntnisse aus dem Forschungspapier
Das Forschungspapier hebt mehrere entscheidende Maßnahmen zur Verbesserung der Emissionsberichterstattung hervor:
- Vermögensinhaber werden ermutigt, Scope-3-Emissionen getrennt von Scope-1- und Scope-2-Emissionen zu behandeln, um Fehler zu vermeiden und die Berechnungsgenauigkeit zu erhöhen;
- Regulierungsbehörden werden aufgefordert, universelle Offenlegungsstandards zu entwickeln, ähnlich denen, die bereits in Kalifornien, der Europäischen Union und Japan umgesetzt wurden;
- Sektorspezifische Scope-3-Ziele werden vorgeschlagen, die es Unternehmen ermöglichen, Klimastrategien an ihre jeweiligen Branchen anzupassen;
- Es wird empfohlen, mit Datenanbietern zusammenzuarbeiten, um die Datenqualität und -konsistenz zu verbessern sowie Methodologien und Einschränkungen in den Berechnungen offenzulegen.
- Vermögensinhaber werden ermutigt, sich mit Emittenten auszutauschen, um freiwillige Offenlegung und unabhängige Überprüfung zu fördern;
- Ein schrittweiser Übergang zu Investitionen in Unternehmen mit klaren Klimazielen wird als wirksame Dekarbonisierungsstrategie vorgeschlagen.
Darüber hinaus bietet das Papier der NZAOA einen tiefgehenden Überblick über die aktuellen Praktiken und wie diese weiterentwickelt werden können, um eine genaue Berichterstattung der Scope-3-Emissionen sicherzustellen. Dabei wird betont, dass trotz der oft schwierigen Beschaffung von Scope-3-Emissionsdaten diese für eine effektive Dekarbonisierung in verschiedenen Branchen unerlässlich sind. Der Bericht enthält außerdem spezifische Empfehlungen für Vermögensinhaber, wie Scope-3-Emissionen besser identifiziert, bewertet und berichtet werden können.
Was bedeutet das für Unternehmen?
Die Umsetzung der Forschungsempfehlungen ermöglicht es Unternehmen, Klimarisiken durch präzise Daten und ein effektives Management des CO2-Fußabdrucks zu reduzieren. Transparente Berichterstattung stärkt das Vertrauen der Investoren und macht Unternehmen für nachhaltige Investitionen attraktiver. Zudem helfen standardisierte Daten dabei, regulatorische Probleme zu vermeiden und die Einhaltung aktueller gesetzlicher Anforderungen sicherzustellen.
Fazit
Das Dokument der NZAOA unterstreicht die Bedeutung verpflichtender Scope-3-Offenlegungen als wesentlichen Schritt zur Erreichung der Klimaziele. Trotz der Herausforderungen können Unternehmen bereits jetzt ihre Berichtsprozesse verbessern, Führungsstärke im Bereich Nachhaltigkeit zeigen und die Grundlage für langfristigen Erfolg im globalen Dekarbonisierungsumfeld legen. Durch die Nutzung bestehender Daten und die Umsetzung der Empfehlungen im Forschungspapier können Unternehmen ihre Klimastrategien stärken und sich stärker an globalen Nachhaltigkeitszielen ausrichten.