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27 Nov 2024
Nachrichten

GRI-Standards behaupten Führungsrolle im globalen Nachhaltigkeitsberichtswesen

Neue Untersuchungen unterstreichen die anhaltende Dominanz der GRI-Standards als bevorzugtes Rahmenwerk für die Nachhaltigkeitsberichterstattung bei führenden Unternehmen weltweit.

Die 2024 KPMG Sustainability Reporting Survey analysierte die Praktiken von 5.800 Unternehmen, darunter die 100 größten Unternehmen in 58 Ländern (N100). Die Ergebnisse zeigen, dass 71 % dieser Unternehmen mittlerweile GRI-Standards verwenden, ein Anstieg um drei Prozentpunkte seit 2022. Unter den weltweit 250 größten multinationalen Konzernen (G250) bleibt die Anwendung mit 77 % stark. Mit 90 % der berichtenden Unternehmen, die sich für GRI-Standards entscheiden, ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung inzwischen eine etablierte Praxis.


Quelle: 2024 KPMG Sustainability Reporting Survey, Der Übergang zur verpflichtenden Berichterstattung


Highlights aus der 2024 KPMG Sustainability Reporting Survey

  • Regionale Akzeptanzraten:
    GRI-Standards sind in allen Regionen die bevorzugte Wahl – Asien-Pazifik (75 %), Europa (71 %), Amerika (70 %) und Naher Osten & Afrika (64 %);
  • Führende Länder:
    Taiwan liegt mit 100 % GRI-Anwendung unter seinen großen Unternehmen vorn, gefolgt von Singapur (97 %) sowie Spanien, Japan und Südkorea (jeweils 94 %);
  • Unabhängige Prüfung:
    Über die Hälfte der N100-Unternehmen (54 %) und 69 % der G250-Unternehmen lassen ihre Nachhaltigkeitsberichte inzwischen unabhängig prüfen. Dies stimmt mit der Analyse der IFAC überein, die GRI-Berichte als am häufigsten geprüfte identifiziert;
  • Fokus auf doppelte Wesentlichkeit:
    Eine wachsende Zahl von Unternehmen, darunter 50 % der G250, führt doppelte Wesentlichkeitsbewertungen durch, was ein vertieftes Verständnis der Notwendigkeit widerspiegelt, neben finanziellen Risiken und Chancen auch sozio-ökologische Auswirkungen zu berichten;
  • Neue Standards:
    Die frühe Anwendung der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und des IFRS-S2 des International Sustainability Standards Board gewinnt an Bedeutung, obwohl die freiwillige Nutzung der GRI-Standards weiterhin dominiert.


Quelle: 2024 KPMG Sustainability Reporting Survey, Der Übergang zur verpflichtenden Berichterstattung


Experteneinsichten

Cristina Gil White, Interim CEO von GRI, hob die wachsende Rolle der Nachhaltigkeitsberichterstattung hervor:

"Mit über 70 % der globalen Führungskräfte, die die GRI-Standards verwenden, ist klar, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung unerlässlich ist, um Risiken zu managen, Werte freizusetzen und zukunftsorientierte Geschäftsstrategien zu entwickeln. Da neue Vorschriften entstehen, sind Unternehmen, die GRI nutzen, gut vorbereitet, zusätzliche Rahmenwerke in ihre Berichterstattung zu integrieren."

Unterstützende Belege aus verwandten Berichten

Die Bedeutung der GRI-Standards wird durch jüngste Studien weiter untermauert:

Inzwischen dokumentierte der Bericht Carrots & Sticks 2024 477 globale Richtlinien mit Bezug auf GRI, wobei sechs die Einhaltung vorschreiben und 127 deren Übernahme empfehlen.

Eine starke Basis für zukünftige Berichterstattung

Während die Nachhaltigkeitsvorschriften sich ausweiten, bleiben die GRI-Standards an der Spitze und befähigen Unternehmen, sowohl aktuelle Berichtspflichten als auch aufkommende Offenlegungspflichten zu erfüllen. Für Organisationen, die sich an globalen Erwartungen ausrichten möchten, bietet der GRI-Rahmen ein vertrauenswürdiges und anpassungsfähiges Fundament.

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