GRI-Standard 14 für den Bergbausektor jetzt in mehreren Sprachen verfügbar

Die Global Reporting Initiative (GRI) verbessert weiterhin die Zugänglichkeit ihrer Standards weltweit und freut sich, die erweiterte Verfügbarkeit des GRI 14: Mining Sector 2024 Standards bekannt zu geben. Neben der englischen Version ist der Standard nun in sieben Sprachen erhältlich: Japanisch, Vereinfachtes Chinesisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Indonesisch und Portugiesisch. Künftige Übersetzungen werden Italienisch, Traditionelles Chinesisch und Arabisch umfassen.
Diese neuen Übersetzungen gewährleisten einen breiteren Zugang zum Standard für Bergbauunternehmen weltweit und fördern die Einführung bewährter Praktiken im Bereich Nachhaltigkeit und Berichterstattung im Bergbausektor.
Erwartete Auswirkungen und Umsetzung
Der GRI 14 Standard tritt am 1. Januar 2026 in Kraft und wird die vierte Ergänzung der GRI-Sektorstandards sein. Die Einführung bietet Unternehmen eine umfassende und konsistente Methodik für die Offenlegung von Informationen, wodurch das Vertrauen von Investoren, Regulierungsbehörden und anderen Stakeholdern erhöht wird.
Unternehmen können einen einheitlichen Satz von Kennzahlen für die Berichterstattung verwenden, was die Zugänglichkeit und Vergleichbarkeit der Informationen verbessert. Dies wiederum unterstützt die Entscheidungsfindung der Investoren, die sich auf verlässliche und aussagekräftige Daten zu den Aktivitäten von Bergbauunternehmen stützen können.
Wesentliche Merkmale von GRI 14
GRI 14 erkennt die doppelte Natur der Bergbauindustrie an, die nicht nur essentielle Mineralien für die Gesellschaft bereitstellt, sondern auch erhebliche Umwelt- und soziale Auswirkungen hat. Die Berücksichtigung der Umweltauswirkungen in der Berichterstattung unterstützt Unternehmen dabei, einen verantwortungsvolleren Umgang mit ihren Tätigkeiten zu pflegen und ökologische Risiken zu minimieren.
Zugang zu Daten über Umweltauswirkungen
Bergbauunternehmen sind nun verpflichtet, Daten zu ihren Umweltauswirkungen offenzulegen, einschließlich Treibhausgasemissionen, Wasserverschmutzung und anderen Folgen ihrer Tätigkeiten. Dies bildet die Grundlage für mehr Transparenz und einen fundierteren Ansatz zur Verringerung des CO₂-Fußabdrucks und zur Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit.
Standortbezogene Transparenz
Ein wesentlicher Aspekt von GRI 14 ist der Fokus auf standortbezogene Transparenz. Der Standard liefert klare Richtlinien zur Bewertung von Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit Bergbauaktivitäten auf lokaler Ebene. Dies ermöglicht den Stakeholdern – einschließlich lokaler Gemeinschaften, Umweltorganisationen und Regulierungsbehörden – Unternehmen standortspezifisch und in Bezug auf die abgebauten Mineralien zu überwachen.
Infolgedessen müssen Unternehmen genauere Informationen über die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten auf bestimmte Gebiete bereitstellen, um eine bessere Kontrolle durch die Öffentlichkeit und die Aufsichtsbehörden zu gewährleisten.
Neue Offenlegungsthemen
GRI 14 führt drei wichtige Offenlegungsthemen ein, die in früheren Versionen des Standards nicht abgedeckt waren und die sich wandelnden Herausforderungen und Trends innerhalb der Bergbauindustrie widerspiegeln. Diese Ergänzungen adressieren den wachsenden Bedarf an Offenlegung in Schlüsselbereichen:
- Rückstandsmanagement
Nach Tragödien im Zusammenhang mit dem Versagen von Rückhaltebecken ist das Management von Rückständen zu einem der meistdiskutierten Themen im Bergbausektor geworden. Der Standard verlangt nun von Unternehmen, Informationen über ihre Praktiken im Rückstandsmanagement offenzulegen, einschließlich Risikoprävention, Überwachung und Stilllegungsverfahren. - Kleinbergbau
Kleinbergbau wird oft mit kleineren Unternehmen in Verbindung gebracht, die möglicherweise nicht über dasselbe Kontrollniveau oder die Einhaltung von Umweltstandards wie größere Betriebe verfügen. Der Standard verlangt von Unternehmen, die im Kleinbergbau tätig sind, Informationen über ihre Aktivitäten, Risiken und das Management der Umweltfolgen offenzulegen. - Operationen in Konfliktgebieten
Der Betrieb in Konfliktgebieten stellt einzigartige Herausforderungen dar, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Der Standard beinhaltet Anforderungen, dass Unternehmen Informationen über ihre Tätigkeiten in diesen Regionen sowie über Risiken für Menschenrechte, Umweltsicherheit und soziale Auswirkungen offenlegen.
Fazit
Mit erweitertem Zugang zum GRI 14-Standard und der Aufnahme neuer Offenlegungsthemen bietet dieser Standard Bergbauunternehmen ein wichtiges Instrument, um Transparenz und Verantwortung in ihren Tätigkeiten zu erhöhen. Die breitere Verfügbarkeit von Übersetzungen sorgt zudem dafür, dass Best Practices im Bereich Nachhaltigkeit stärker verbreitet und gefördert werden, was eine gerechtere und nachhaltigere Entwicklung in der globalen Bergbauindustrie unterstützt.