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19 Nov 2025
Nachrichten

GRI führt ein neues Werkzeug zur Unterstützung der Unternehmensklimamaßnahmen ein

GRI hat eine neue Ressource eingeführt, um Organisationen bei der Berichterstattung über die Umsetzung der Empfehlungen der UN High-Level Expert Group zu unterstützen. Das Tool bietet eine strukturierte Verbindung zwischen den Kriterien der HLEG-Checkliste und den relevanten GRI Standards und dient als praktische Referenz für die Erstellung klimabezogener Berichte.


HLEG-GRI

Global Reporting Initiative (GRI) hat das HLEG-GRI Corporate Climate Action tool eingeführt, um Organisationen bei der Berichterstattung über die Umsetzung der Empfehlungen der UN High-Level Expert Group on the Net-Zero Emissions Commitments of Non-State Entities (HLEG) zu unterstützen. Das Tool basiert auf den GRI Standards und wird durch eine Checkliste ergänzt, die jedes HLEG-Kriterium mit den entsprechenden Offenlegungspflichten verknüpft. Laut GRI dient das Dokument als praktische Referenz für Organisationen, die ihre klimabezogenen Verpflichtungen auf transparente, vergleichbare und mit anerkannten internationalen Vorgaben abgestimmte Weise präsentieren möchten.

Zweck und Aufbau der Checkliste

Die Checkliste basiert auf den "for business"-Kriterien der HLEG und soll Organisationen helfen, zu verstehen, wie spezifische Empfehlungen mit den relevanten GRI Offenlegungen korrespondieren. Sie bietet einen Rahmen für die Berichterstattung zu Netto-Null-Verpflichtungen, Übergangsplanung, Zielsetzung und Fortschritten bei der Emissionsreduktion. Das Dokument weist darauf hin, dass Spalten A bis C die Kriterien aus dem HLEG-Bericht "Integrity Matters" wiederspiegeln, Spalte D die anwendbaren GRI Offenlegungen identifiziert und Spalte E erklärt, wie diese Offenlegungen genutzt werden können, um über jede Empfehlung zu berichten. Diese Struktur ermöglicht es Organisationen, die Übereinstimmung zwischen HLEG-Erwartungen und den GRI Standards systematisch zu navigieren.


HLEG-GRI checklist

Quelle: HLEG-GRI Corporate Climate Action tool

Rolle der GRI Standards bei der Berichterstattung zu HLEG-Empfehlungen

Die HLEG-Empfehlungen umfassen zehn praktische Maßnahmen, die darauf abzielen, die Glaubwürdigkeit von Netto-Null-Verpflichtungen sicherzustellen und deren Übereinstimmung mit der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C zu gewährleisten. Die GRI Standards konzentrieren sich auf die Auswirkungen einer Organisation auf Wirtschaft, Umwelt und Menschen und bieten einen wissenschaftsbasierten Rahmen für transparente Berichterstattung. Die Checkliste betont, dass die Verwendung der GRI Standards zur Berichterstattung über HLEG-Empfehlungen technische Leitlinien für die Darstellung von Treibhausgasemissionen bereitstellt und die Rechenschaftspflicht gegenüber Investoren und der Zivilgesellschaft unterstützt.

Laut Dokument wird von Organisationen erwartet, dass sie alle technisch und wissenschaftlich machbaren Maßnahmen priorisieren, um Treibhausgasemissionen entlang ihrer Wertschöpfungsketten gemäß der Minderungshierarchie zu vermeiden und zu reduzieren. Entfernungen dürfen nur zur Kompensation von Restemissionen eingesetzt werden. Aus diesem Grund konzentriert sich der neue GRI 102 Climate Change Standard auf Emissionsminderungsziele und enthält keine spezielle Offenlegung zu Netto-Null. Netto-Null-Ziele können jedoch unter GRI 102-1 Transition Plan als "andere Minderungsziele" berichtet werden, während GRI 102-4 Brutto-Treibhausgasemissionsminderungsziele und Fortschritte abdeckt.

Praktische Anwendung für Organisationen

Das Tool bietet Organisationen eine strukturierte Referenz zur Verständigung darüber, wie die HLEG-Empfehlungen mit spezifischen GRI Offenlegungen korrespondieren. Durch die Verknüpfung jedes Kriteriums der HLEG-Checkliste mit den relevanten Anforderungen der GRI Standards unterstützt es Organisationen dabei, eine einheitliche Methodik bei der Berichterstattung zu Netto-Null-Verpflichtungen, Übergangsplanung und Fortschritten bei Emissionsminderungsmaßnahmen anzuwenden. Die begleitenden Erläuterungen verdeutlichen, wie öffentliche Verpflichtungen, Zwischenziele, die Ausrichtung von Übergangsplänen an wissenschaftlichen Leitlinien und der Umfang der Minderungsziele durch die anwendbaren GRI Offenlegungen berichtet werden können. Diese Abstimmung unterstützt Organisationen dabei, Informationen zu Brutto-Treibhausgasemissionsminderungszielen und zugehörigen Maßnahmen gemäß der Minderungshierarchie darzustellen. Wie GRI erläutert, soll das Tool als praktische Referenz für Organisationen dienen, die klimabezogene Offenlegungen gemäß anerkannten internationalen Rahmenwerken vorbereiten.

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