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07 May 2024
Nachrichten

Green Gears: EPA verschärft Anforderungen an Emissionsberichterstattung für Öl- & Gas-Giganten

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Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) hat einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen den Klimawandel unternommen, indem sie eine finalisierte Regelung zur Verringerung von Methanemissionen aus Öl- und Erdgasanlagen ankündigte. Diese Regelung zielt darauf ab, nicht nur die Berichtsanforderungen zu verschärfen, sondern auch fortschrittliche Technologien zu nutzen, um die Genauigkeit der Emissionsdaten zu verbessern.

Die Reduzierung von Methan wird zunehmend als entscheidender Schritt zur Erreichung globaler Klimaziele erkannt, insbesondere des Ziels, die Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Methan, ein hoch potentes Treibhausgas, besitzt ein Erwärmungspotenzial, das bis zu 80-mal größer als das von CO2 ist. Da Öl- und Gasanlagen die größte industrielle Quelle von Methanemissionen in den USA darstellen, ist die Bekämpfung dieser Emissionen von zentraler Bedeutung im Kampf gegen den Klimawandel.

Die Bekämpfung von Methanemissionen ist zu einem zentralen Bestandteil der robusten Klimastrategie der Biden-Administration geworden. Im Jahr 2022 stellte die Administration ihren Aktionsplan zur Reduzierung von Methanemissionen vor, der ein entschlossenes Engagement zur Bekämpfung von Methanemissionen signalisiert. Dieser Plan umfasst eine erhebliche Investition von über 20 Milliarden US-Dollar, die aus Initiativen wie dem Bipartisan Infrastructure Law und dem Inflation Reduction Act sowie aus laufenden Haushaltsmitteln stammt.

Die neueste finalisierte Regelung stellt einen greifbaren Fortschritt in dieser umfassenden Strategie dar. Sie umfasst Aktualisierungen der Anforderungen des Greenhouse Gas Reporting Program (GHGRP), die speziell auf den Öl- und Gassektor zugeschnitten sind. Diese Aktualisierungen verpflichten zur Meldung von Treibhausgasemissionen (THG) und weiteren relevanten Informationen von großen Emissionsquellen, Kraftstoff- und Industrieschutzgasanbietern sowie CO2-Injektionsstellen in den Vereinigten Staaten.

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Die Environmental Protection Agency (EPA) hat die Notwendigkeit der neuen Regelung hervorgehoben, um Berichtsmängel im Greenhouse Gas Reporting Program (GHGRP) zu beheben. Jüngste Studien haben gezeigt, dass die tatsächlichen Emissionen aus Öl- und Gasanlagen die historischen Meldedaten des GHGRP übersteigen.

Um diese Lücke zu schließen, führt die neue Regelung mehrere wichtige Änderungen ein. Erstens nutzt sie Satellitendaten, um sogenannte Super-Emitter zu identifizieren und bedeutende Emissionsereignisse genauer zu quantifizieren. Zudem verpflichtet die Regelung zur direkten Überwachung zentraler Emissionsquellen und aktualisiert Berechnungsmethoden gemäß den neuesten Standards.

Mit Blick auf die Zukunft setzt sich die EPA dafür ein, die in der überarbeiteten Regelung enthaltenen fortschrittlichen Messdaten und -methoden weiter zu nutzen. Dies beinhaltet die Einholung von Rückmeldungen für zukünftige Regelungen, um die Verwendung dieser Technologien über das derzeitige Spektrum hinaus auszuweiten. Darüber hinaus plant die Agentur, mit Stakeholdern zusammenzuarbeiten, um aufkommende Mess- und Detektionstechnologien zu evaluieren und deren Eignung für die Integration in regulatorische Berichtssysteme zu prüfen.

EPA-Administrator Michael S. Regan betonte das Engagement der Agentur, modernste Instrumente und Fachkenntnisse bei der Überwachung und Messung von Methanemissionen aus der Öl- und Gasindustrie einzusetzen. Vor dem Hintergrund der ehrgeizigen Klimainitiativen von Präsident Biden, einschließlich des Inflation Reduction Act, steht die EPA an der Spitze bei der Umsetzung transformativer Klimaprogramme.

Regan unterstrich die Bedeutung robuster Standards, effektiver Überwachung und umfassender Berichterstattung zur Eindämmung der Methanverschmutzung. Mit historischen Investitionen zur Reduzierung von Methanemissionen sind die Vereinigten Staaten bereit, die globale Transformation hin zu einer sauberen Energiewirtschaft anzuführen.

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