Förderung der Zusammenarbeit: Fortschritte in der Partnerschaft zwischen GRI und EFRAG

Die Global Reporting Initiative (GRI) und die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) haben den GRI-ESRS Interoperabilitätsindex eingeführt, um Organisationen bei der Angleichung ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattungspraktiken zu unterstützen. Dieses Instrument ist darauf ausgelegt, die GRI Standards mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) zu verbinden und bietet einen klaren Weg zur Einhaltung der Vorschriften bei gleichzeitiger Reduzierung von redundanten Angaben.
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Der offizielle GRI-ESRS Interoperabilitätsindex, November 2024
Zweck und Vorteile des Interoperabilitätsindex
Der Interoperabilitätsindex dient als praktisches Hilfsmittel für Organisationen, die Nachhaltigkeitsberichte vorbereiten. Er beschreibt die Zusammenhänge zwischen den Offenlegungen der GRI Standards und den ESRS-Anforderungen. Dadurch können Organisationen überlappende Bereiche effizient adressieren und die Notwendigkeit doppelter Offenlegungen minimieren.
Der Index bietet mehrere wesentliche Vorteile:
- Vereinfacht die Berichtserstattung, indem er Überschneidungen zwischen den beiden Standards aufzeigt;
- Unterstützt Organisationen bei der Einhaltung der EU-Vorschriften.
- Reduziert die Komplexität für Organisationen, die auf ESRS umstellen und gleichzeitig die Übereinstimmung mit den GRI Standards beibehalten.
Aufbau und Verwendung des Index
Der Index ist so strukturiert, dass er die Anwendung durch Organisationen erleichtert:
- Er ordnet die von den GRI Standards geforderten Datenpunkte den entsprechenden ESRS-Berichtspflichten zu;
- Er hebt Unterschiede zwischen den beiden Rahmenwerken hervor, die in Granularität, Umfang und Definition kategorisiert sind;
- Fälle, in denen GRI-Berichterstattungen nicht vom ESRS abgedeckt werden, werden spezifisch vermerkt, sodass Organisationen eventuelle Lücken adressieren können.
Adressierung von Unterschieden und Sicherstellung der Compliance
Während der Index Unterschiede auf Datenpunktebene hervorhebt, stellt er sicher, dass diese Abweichungen die Anspruchnahme einer Berichterstattung "mit Bezug auf" die GRI Standards nicht behindern. Eine teilweise Abdeckung der GRI-Berichterstattungen wird klar identifiziert, sodass Ersteller bei Bedarf zusätzliche Informationen integrieren können. Für Organisationen, die "in Übereinstimmung mit" den GRI Standards berichten, weist der Index auf zusätzliche Anforderungen über den ESRS-Rahmen hinaus hin, die in ihren Nachhaltigkeitserklärungen enthalten sein müssen.
Digitale Taxonomie-Angleichung
Um die Berichterstattung weiter zu harmonisieren, arbeiten EFRAG und GRI an einer digitalen Korrespondenztabelle. Diese Initiative gleicht digitale Taxonomien für ESRS und GRI Standards an und bietet:
- Querverweisende Berichtspflichten für eine effizientere digitale Berichterstattung.
- Größere Konsistenz in der Präsentation von Nachhaltigkeitsdaten.
- Vereinfachte Übergänge zu digitalen Plattformen für berichtspflichtige Einheiten.
Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung
Die Einführung des Interoperabilitäts-Index unterstreicht den bedeutenden Fortschritt bei der Angleichung globaler und regionaler Nachhaltigkeitsstandards. Durch die Reduzierung von Redundanzen und die Klärung der Compliance-Anforderungen ermöglicht dieses Instrument Organisationen, die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu erfüllen und gleichzeitig die Einhaltung der GRI Standards beizubehalten.
Ab Januar 2024 wird der ESRS-Rahmen auf mehr als 42.000 Organisationen Anwendung finden, wodurch Werkzeuge wie der Interoperabilitäts-Index essentiell sind, um komplexe Berichterstattungsanforderungen effektiv zu managen.