EFRAG diskutiert die Implementierung von IFRS 19: Wichtige Erkenntnisse aus der Schulungssitzung
EFRAG hat kürzlich einen kurzen Bericht über die IFRS 19-Schulungssitzung veröffentlicht, die am 2. Dezember 2024 stattfand und sich auf die Anwendung des Standards für nicht-börsennotierte Tochtergesellschaften sowie dessen potenzielle Auswirkungen auf europäische Unternehmen konzentrierte. Die Sitzung behandelte zentrale Themen wie das EU-Zulassungsverfahren, die Vorteile von IFRS 19 bei der Reduzierung der Offenlegungspflichten und die Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen. Das Entwurfskonsultationspapier wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2025 veröffentlicht, mit einer endgültigen Entscheidung der Europäischen Kommission, die bis September 2025 erwartet wird. Die Interessengruppen äußerten starke Unterstützung für den Standard, hoben dessen Potenzial zur Straffung der Finanzberichterstattung und Kostenreduktion hervor und erkannten gleichzeitig die Herausforderungen bei der Anpassung an lokale Berichtsanforderungen an.

Im Januar 2025 hat EFRAG einen Bericht veröffentlicht, der die Schulungssitzung zu IFRS 19, dem Offenlegungsvereinfachungsstandard des IASB, zusammenfasst, die am 2. Dezember 2024 stattfand. Die Veranstaltung brachte Experten und Vertreter von Organisationen zusammen, um die Anwendung des Standards "Tochtergesellschaften ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Offenlegungen" und dessen potenzielle Auswirkungen auf europäische Unternehmen zu diskutieren.
Bitte beziehen Sie sich auf den Bericht für eine detaillierte Übersicht der wichtigsten Aspekte des Standards und der Meinungen der Fachgemeinschaft.
Zentrale Diskussionsthemen
Die Teilnehmer überprüften die Hauptvorteile des Standards, wie z. B. reduzierte Kosten für die Implementierung von Systemen und Prozessen, vereinfachte Finanzberichterstattung für Tochtergesellschaften und das Potenzial zur Standardisierung von Berichtsformaten. Es wurde festgestellt, dass IFRS 19 den Übergang zu IFRS-Standards, insbesondere für Unternehmen mit begrenzten Ressourcen, erheblich erleichtern könnte.
EU-Perspektiven
Vertreter europäischer Organisationen hoben hervor, dass die Implementierung von IFRS 19 mit den Gesetzesanforderungen der EU und der Harmonisierung mit den Rechnungslegungsrichtlinien in Einklang gebracht werden muss. EFRAG führt eine gründliche Kosten-Nutzen-Analyse des Standards durch, einschließlich einer Bewertung der Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen.
Ansichten der Podiumsteilnehmer
Experten diskutierten die Vorteile des Standards für Corporate Governance und Wirtschaftsprüfung, darunter Kostenreduzierungen und die Standardisierung der Anforderungen auf Konzernebene. Es wurden jedoch auch Herausforderungen genannt, wie die Notwendigkeit, ERP-Systeme anzupassen, die Einhaltung lokaler Berichtsanforderungen sicherzustellen und mögliche Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsprüfern zu bewältigen.
EU-Zulassungsverfahren
Vertreter von EFRAG skizzierten die Pläne zum Abschluss des Zulassungsverfahrens von IFRS 19 in der EU. Das Entwurfskonsultationspapier wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2025 veröffentlicht, wobei die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission möglicherweise im September 2025 getroffen wird. Es ist wichtig zu beachten, dass die endgültige Einführung des Standards von seiner Übereinstimmung mit den technischen und rechtlichen Kriterien der EU sowie einer Bewertung seines öffentlichen Nutzens abhängt.
Die Teilnehmer diskutierten aktiv Fragen hinsichtlich der Auswirkungen des Standards auf Kosteneinsparungen, Effizienz auf Ebene der Tochtergesellschaften und Shared Service Zentren sowie das Potenzial zur Erweiterung des Anwendungsbereichs von IFRS 19 auf andere Organisationstypen. Die Mehrheit des Publikums zeigte Unterstützung für die Einführung des Standards und betonte dessen Bedeutung bei der Vereinfachung der Finanzberichterstattung.
Fazit
Zusammenfassend stellt IFRS 19 eine vielversprechende Chance für Tochtergesellschaften, insbesondere für kleinere Einheiten, dar, ihre Finanzberichterstattungsprozesse zu optimieren. Die reduzierten Offenlegungsanforderungen könnten zu erheblichen Kosteneinsparungen, verbesserter Effizienz und einem leichteren Übergang zu IFRS-Standards führen. Die Umsetzung erfordert jedoch sorgfältige Beachtung der lokalen Berichtspflichten und Systemanpassungen, insbesondere für Unternehmen, die derzeit noch auf lokale GAAP angewiesen sind.
Obwohl Herausforderungen bestehen, sehen die meisten Stakeholder die langfristigen Vorteile von IFRS 19, wobei die meisten Teilnehmer eine starke Unterstützung für dessen Einführung zum Ausdruck brachten.
Zu berücksichtigende Schlüsselfaktoren sind unter anderem:
- Das Potenzial für Kosteneinsparungen und erhöhte Effizienz bei Tochtergesellschaften, besonders bei kleineren Einheiten;
- Die Möglichkeit, den Übergang zu IFRS-Standards zu vereinfachen, begünstigt durch reduzierte Offenlegungsanforderungen;
- Der Bedarf an Anpassungen der lokalen Berichtssysteme, insbesondere für Unternehmen, die noch lokale GAAP anwenden;
- Eine breite Unterstützung für die Einführung, die die langfristigen Vorteile widerspiegelt, die von den Stakeholdern identifiziert wurden;
- Die entscheidende Rolle des EU-Zulassungsprozesses und der Kosten-Nutzen-Analyse von EFRAG bei der Gestaltung der zukünftigen Auswirkungen des Standards;
- Das Potenzial von IFRS 19, die Corporate Governance zu verbessern und die Gesamteffizienz von Konzernstrukturen in ganz Europa zu steigern.
Letztlich könnte IFRS 19, sollte er angenommen werden, nicht börsennotierten Tochtergesellschaften signifikante Vorteile bringen, indem die Finanzberichterstattung vereinfacht und die Governance gestärkt wird.