China führt erste ESG-Offenlegungsstandards zur freiwilligen Anwendung ein
Im Dezember 2024 führte China seine ersten ESG-Offenlegungsstandards ein, die darauf abzielen, die unternehmerische Transparenz zu verbessern und die Berichterstattung an internationale Praktiken anzupassen. Diese freiwilligen Standards werden bis 2026 von Unternehmen übernommen, danach wird die ESG-Berichterstattung für börsennotierte Unternehmen verpflichtend. Die vollständige Umsetzung wird bis 2030 erwartet, wobei die Standards den Fokus auf Transparenz für Investoren, Flexibilität für Unternehmen und die Verbesserung nachhaltiger Praktiken legen.

Am 17. Dezember 2024 führte China seine ersten Standards zur Offenlegung unternehmerischer Nachhaltigkeit (ESG) ein, was einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung der Unternehmenstransparenz und Nachhaltigkeit markiert. Diese Standards zielen darauf ab, die Unternehmensberichterstattung an internationale Praktiken anzugleichen und die notwendige Grundlage für die Entwicklung nachhaltiger Geschäftspraktiken im Land zu schaffen. Die Anwendung dieser Standards ist bis 2026 freiwillig; anschließend wird die ESG-Berichterstattung für börsennotierte Unternehmen verpflichtend. Die vollständige Umsetzung dieser Standards wird für 2030 erwartet.
Wesentliche Aspekte der ESG-Offenlegungsstandards Chinas
Die neu eingeführten ESG-Offenlegungsstandards basieren auf den Prinzipien Transparenz und Flexibilität für Unternehmen, wodurch Firmen sich an die neuen Anforderungen anpassen und anschließend die Übereinstimmung mit internationalen Standards sicherstellen können.
Eine der Hauptmerkmale ist die Phase der freiwilligen Übernahme, in der Unternehmen die neuen Standards bis 2026 freiwillig in ihre Praktiken integrieren können. Dies verschafft ihnen Zeit, sich anzupassen und die interne Berichterstattung im Einklang mit den neuen Anforderungen zu verbessern.
Darüber hinaus wird besonderes Augenmerk auf Investoren und Gläubiger gelegt, wobei die Bedeutung der Datentransparenz zur Vertrauensbildung und Verbesserung der finanziellen Genauigkeit hervorgehoben wird. Die endgültigen Standards, die 2026 in Kraft treten, zielen speziell darauf ab, die Bedingungen für Investoren und Gläubiger zu verbessern, mit besonderem Fokus auf Datenpräzision.
Der Rahmen für die ESG-Offenlegung umfasst drei zentrale Komponenten:
- Kernstandards: Diese Standards legen Ziele, Prinzipien und allgemeine Anforderungen für die ESG-Offenlegung fest und gewährleisten damit Konsistenz und Vergleichbarkeit der Berichterstattung national und international;
- Thematische Standards: Diese Standards behandeln Schlüsselfragen wie Klimawandel, Abfallwirtschaft und Unternehmensführung. Sie ermöglichen Unternehmen, Daten genau und umfassend zu den wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen offenzulegen;
- Anwendungshilfe: Spezielle Materialien, die Unternehmen bei der Integration der Anforderungen in ihre Praktiken unterstützen und schrittweise Empfehlungen sowie Beispiele zur Umsetzung der neuen Standards bieten.
Die Änderungen der Berichtsverpflichtungen erfolgen schrittweise. Ab 2026 müssen große börsennotierte Unternehmen ESG-Daten offenlegen, was einen wichtigen Schritt hin zur verpflichtenden Umsetzung des vollständigen Standardsystems bis 2030 darstellt.
Unterscheidungsmerkmale der endgültigen Standards
Die endgültigen Standards, deren Verabschiedung für 2026 geplant ist, werden sich auf die Rechenschaftspflicht gegenüber Investoren und Gläubigern konzentrieren, was die Marktransparenz und das Vertrauen in die Unternehmensberichterstattung erhöhen wird. Die Standards bieten Unternehmen größere Flexibilität, indem sie ihnen ermöglichen, Offenlegungsmethoden entsprechend ihren Ressourcen und Bedürfnissen anzupassen. Dies wird die Belastung für kleinere Unternehmen verringern und helfen, unnötige Verwaltungskosten zu minimieren.
Navigieren im ESG-Berichtswesen in China
Chinesische Unternehmen übernehmen aktiv ESG-Praktiken und erkennen deren Bedeutung bei der Attraktivität für globale Investitionen und der Sicherstellung nachhaltigen langfristigen Wachstums an. Dennoch bestehen weiterhin bestimmte Herausforderungen, wie z. B. die Notwendigkeit, lokale Prioritäten mit internationalen Standards in Einklang zu bringen und die Datengenauigkeit sicherzustellen.
Chinas Engagement zur Verbesserung der Transparenz und unternehmerischen Verantwortung sowie zur Stärkung seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit im ESG-Berichtswesen unterstreicht die Verpflichtung des Landes zu nachhaltiger Entwicklung. Diese neuen Offenlegungsstandards stellen einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung von Chinas Umsetzung von unternehmerischen Nachhaltigkeits- und Verantwortungspraktiken dar.