Bursa Malaysia aktualisiert ESG-Berichtspflichten im Einklang mit den IFRS International Standards
Bursa Malaysia führt neue ESG-Berichtspflichten für börsennotierte Unternehmen ein, um die Transparenz zu erhöhen und die Angleichung an globale Finanzberichterstattungsstandards zu gewährleisten. Ab Januar 2025 müssen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 2 Milliarden RM ihre Nachhaltigkeitsziele, Leistungskennzahlen sowie klimabezogene Risiken und Chancen in ihren Jahresberichten offenlegen. Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 2 Milliarden RM oder mehr sind verpflichtet, bis 2025 zu erfüllen, während andere Emittenten des Hauptmarkts die Anforderungen bis 2026 erfüllen müssen und Emittenten des ACE-Markts bis 2027. Die schrittweise Einführung ermöglicht es Unternehmen, sich allmählich anzupassen, mit zusätzlichen Maßnahmen zur Verbesserung des Aktionärsengagements und der Verantwortlichkeit im Börsenzulassungsprozess. Diese Aktualisierungen zielen darauf ab, die Unternehmensführung zu verbessern, das Vertrauen der Investoren zu stärken und malaysische Unternehmen an internationale Nachhaltigkeitstrends anzupassen.

Dezember 2024 — Bursa Malaysia hat die Einführung neuer Anforderungen für börsennotierte Unternehmen angekündigt, die darauf abzielen, die Transparenz zu erhöhen und sich an internationale Finanzberichterstattungsstandards anzupassen. Diese Änderungen der Offenlegungspflichten im Bereich Nachhaltigkeit orientieren sich an den International Financial Reporting Standards (IFRS) und sind darauf ausgelegt, die unternehmerische Widerstandsfähigkeit zu verbessern, das Vertrauen der Investoren zu stärken und die Vergleichbarkeit der Berichte zu erhöhen.
Wesentliche Änderungen in den aktualisierten Anforderungen
Das überarbeitete Berichtsframework basiert nun auf IFRS S1 für allgemeine nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungen und IFRS S2, das sich auf klimabezogene Risiken und Chancen fokussiert. Diese Standards gewährleisten klarere und standardisierte Offenlegungen bezüglich der Auswirkungen eines Unternehmens auf die Nachhaltigkeit, was Unternehmen und Investoren ermöglicht, Risiken und Chancen besser einzuschätzen.
Offenlegungspflichten
Ab dem 1. Januar 2025 sind Unternehmen, die als Large-Cap-Organisationen klassifiziert sind, verpflichtet, Nachhaltigkeitsziele und Leistungsindikatoren in ihren Jahresberichten aufzunehmen. Ebenso müssen sie klima-bezogene Risiken und Chancen offenlegen. Anfangs beziehen sich diese Offenlegungen auf Daten ab dem Berichtszeitraum 2024. In zukünftigen Berichtszyklen sollen Organisationen Vergleichsinformationen für die letzten drei Geschäftsjahre bereitstellen. Zur Sicherstellung von Konsistenz und Verlässlichkeit müssen alle Daten im angegebenen Berichtsformat vorliegen und entweder internen Überprüfungen oder externer Prüfung unterzogen werden.
Übergangsperiode und Entlastungsmaßnahmen für Unternehmen
Die Umsetzung der aktualisierten Anforderungen erfolgt gestaffelt. Börsennotierte Emittenten mit einer Marktkapitalisierung von über 2 Milliarden Ringgit beginnen ab Januar 2025 mit der Offenlegung von Daten. Andere Emittenten des Hauptmarkts müssen bis 2026 konform sein, während Emittenten des ACE-Markts bis 2027 auf die neuen Standards umstellen. Während der Übergangszeit haben Unternehmen die Möglichkeit, von Entlastungsmaßnahmen zu profitieren, insbesondere im Hinblick auf klimabezogene Offenlegungen.
Zur Stärkung des Aktionärsengagements sind Unternehmen ab März 2025 verpflichtet, Jahreshauptversammlungen entweder persönlich oder hybrid abzuhalten. Dies soll eine aktivere Teilnahme der Aktionäre an wichtigen Entscheidungsprozessen fördern. Zudem müssen ab dem 2. Januar 2025 Börsenzulassungsberater in öffentlichen Dokumenten aufgeführt werden, was die Verantwortlichkeit im Beratungsprozess erhöht.
Auswirkungen auf das Geschäft:
- Steigerung von Transparenz und Vertrauen
Die Einführung dieser neuen Anforderungen wird die Transparenz der Unternehmensdaten erheblich verbessern und somit das Vertrauen von Investoren und Stakeholdern stärken. Die Klarheit und Standardisierung der offengelegten Informationen ermöglichen es Organisationen, ihr Engagement für Nachhaltigkeit zu demonstrieren und ihre Attraktivität für global ausgerichtete ESG-Investoren zu erhöhen; - Verbesserte Unternehmensführung
Die Einführung verpflichtender Praktiken für Aktionärsversammlungen, wie persönliche oder hybride Formate, wird bessere Einbindung und höhere Verantwortlichkeit auf allen Unternehmensebenen fördern. Dies unterstützt zudem eine stärkere Unternehmenskultur und die Einhaltung von Governance-Standards; - Globale Integration und Vorbereitung auf zukünftige Veränderungen
Wichtig ist, dass diese Aktualisierungen eng an internationale Standards angelehnt sind, wodurch Unternehmen auf globale Veränderungen in der Nachhaltigkeits- und Klimaberichterstattung vorbereitet werden. Die Anwendung der IFRS-Standards und ein verbesserter strategischer Ansatz zur Nachhaltigkeit gewährleisten Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Ebene und helfen Unternehmen, an vorderster Front der globalen Berichtsänderungen zu bleiben; - Vereinfachung des Übergangsprozesses für Unternehmen
Die Übergangsfrist und Erleichterungsmaßnahmen für Offenlegungen geben Unternehmen die notwendige Zeit, sich vorzubereiten und anzupassen. Dieser Schritt der Börse trägt dazu bei, die Belastung der Organisationen zu verringern und gleichzeitig ein hohes Engagement für die neuen Standards aufrechtzuerhalten.
Fazit
Die Aktualisierung der Anforderungen von Bursa Malaysia ist ein Schritt zur Verbesserung der Unternehmensresilienz, zur Vereinfachung des Berichterstattungsprozesses und zur Stärkung des Anlegervertrauens. Diese Veränderungen schaffen eine neue Dynamik am Aktienmarkt, die sich nicht nur an globalen Trends orientiert, sondern auch eine stärkere gegenseitige Verantwortung zwischen Unternehmen und ihren Interessengruppen fördert. Für Unternehmen ist dies eine Gelegenheit, die Corporate Governance zu verbessern, die Transparenz zu erhöhen und letztlich ihre Marktposition zu stärken.