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24 Jan 2025
Nachrichten

24 US-Bundesstaaten bekräftigen trotz Bundesentscheidung ihr Engagement für das Pariser Abkommen

Trotz bundesstaatlicher Änderungen verfolgen 24 US-Bundesstaaten weiterhin die Ziele des Pariser Abkommens und reduzieren Treibhausgasemissionen. Diese Bemühungen schaffen neue Chancen für Unternehmen im Bereich der sauberen Energie und nachhaltiger Entwicklung. Unternehmen, die sich an sich entwickelnde Vorschriften anpassen, stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit und gewährleisten langfristige Resilienz.


USA

Die U.S. Climate Alliance, eine Koalition von Gouverneuren aus 24 Bundesstaaten, die sich zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen verpflichtet hat, bekräftigt ihre Verpflichtung zu den Zielen des Pariser Abkommens nach der kürzlichen Exekutivverordnung von Präsident Trump, mit der die USA aus dem Abkommen aussteigen sollen. In einem Schreiben an den Exekutivsekretär der UN-Klimarahmenkonvention Simon Stiell hebt die Allianz ihre laufenden Anstrengungen hervor, klimabezogene Maßnahmen unabhängig von den US-Bundespolitik voranzutreiben.

Das Schreiben, unterzeichnet von New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul und New Mexicos Gouverneurin Michelle Lujan Grisham, betont die verfassungsmäßige Befugnis der Bundesstaaten zur Umsetzung von Klimapolitiken und ihre Entschlossenheit, weiterhin Treibhausgasemissionen (THG) zu reduzieren. Die Gouverneure versichern, dass ihre Klimaverpflichtungen unverändert bleiben, ungeachtet von Veränderungen in der Bundesführung.

Hintergrund und laufende Bemühungen

Die Entscheidung von Präsident Trump, aus dem Abkommen auszutreten, stellt den zweiten US-Bundesrückzug dar, nachdem eine ähnliche Maßnahme in seiner ersten Amtszeit erfolgte. Das Pariser Abkommen, das unter der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) etabliert wurde, hat das Ziel, den globalen Temperaturanstieg deutlich unter 2°C zu begrenzen, mit Anstrengungen, ihn auf 1,5°C über dem vorindustriellen Niveau zu beschränken.

Trotz des bundesstaatlichen Rückzugs setzen die Mitgliedsstaaten der Allianz ihre Klimaziele konsequent um, darunter eine 50%–52%-Reduktion der THG-Emissionen bis 2030 und eine 61%–66%-Reduktion bis 2035, basierend auf dem Stand von 2005. Diese Ziele, ursprünglich von der Biden-Administration festgelegt, werden durch starke landesweite Politiken und erhebliche Investitionen in saubere Energieinfrastruktur gestützt.

Die Klima-Initiativen auf Länderebene

Um ihre ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen, setzen die Allianz-Staaten verschiedene Maßnahmen um, darunter:

  • Erweiterung von Kohlenstoffmärkten, um Emissionsreduktionen zu fördern;
  • Einführung von Standards für saubere Energie, um den Übergang zu erneuerbaren Energien zu beschleunigen;
  • Umsetzung von Methanreduktionsprogrammen in den Bereichen Öl und Gas, Landwirtschaft sowie Abfallwirtschaft;
  • Investitionen in Umweltverschmutzungskontrolle und Kapazitäten für saubere Energien.

Die Bundesstaaten sind ebenfalls auf Kurs, ihr Zwischenziel einer Emissionsreduktion um 26% bis 2025 zu erreichen. Die Allianz verfolgt das Ziel, der globalen Gemeinschaft die anhaltenden Klimabemühungen der USA auf staatlicher Ebene zu versichern. Sie planen, ihre Fortschritte und zukünftigen Strategien auf der bevorstehenden UN-Klimakonferenz (COP30) in Brasilien zu präsentieren und dabei ihre aktive Rolle in internationalen Klimadiskussionen zu bekräftigen.

Auswirkungen für Unternehmen

Klimapolitiken auf Staatsebene schaffen ein stabiles regulatorisches Umfeld für Unternehmen und sorgen für Kontinuität trotz Veränderungen der Bundespolitik. Die Ausweitung von Projekten im Bereich der sauberen Energie eröffnet neue Investitionsmöglichkeiten und ermutigt Unternehmen, ihre Geschäftsaktivitäten an Nachhaltigkeitszielen auszurichten. Dieses sich entwickelnde regulatorische Umfeld erfordert proaktive Geschäftsstrategien, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und Wachstumsmöglichkeiten in einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu erschließen.

Wichtige Erkenntnisse

Klimaverpflichtungen auf Staatsebene bieten Unternehmen langfristige regulatorische Stabilität und sichern die Kontinuität trotz Veränderungen auf Bundesebene. Die Ausweitung von Projekten zur sauberen Energie stellt bedeutende Investitionsmöglichkeiten dar, die es Unternehmen ermöglichen, Innovationen voranzutreiben und ihre Geschäftstätigkeiten mit Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen. Durch die Umsetzung kohlenstoffarmer Strategien können Unternehmen ihre Marktposition stärken, ihr Ansehen verbessern und den sich wandelnden Erwartungen der Stakeholder gerecht werden. Gleichzeitig ist es entscheidend, über die sich ändernden staatlichen Vorschriften informiert zu bleiben, um die Compliance sicherzustellen und neue Wachstumsperspektiven in einem sich rasch entwickelnden wirtschaftlichen Umfeld zu erschließen.

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